23. Januar 2001
Ab sofort ist Götz mit einer eigenen Seite im Netz: www.goetzwidmann.de. joint-venture.de und harmlos.de bleiben weiterhin online, sollen aber als eine Art Museum weitgehend auf dem Stand erhalten bleiben, wie sie Kleinti hinterlassen hat.

Inhaltliche Fragen zu joint-venture.de bitte an Götz Widmann (Kontakt) richten, technische Fragen an Carsten Dobschat (Kontakt).

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das Archiv - der Newsletter - Frühling 1998
 
 

frühling 98

Hi,

mit Freuden durften wir feststellen, daß man mit unserem Rundschreiben und Eurer Hilfe tat sächlich mittler weile einiges in Bewegung setzen kann Dank der vielen prompten Faxe zu unserer Hanfsamen-verteilungsaktion konnten wir der drogenpolitischen Guerilla zumindest ein bißchen dabei helfen, eine alte Kulturpflanze vor der Ausrottung zu bewahren. Allein am letzten Abend vor dem Verbot ging in der Hanfmühle in Hanf im  Hanfbachtal völlig legal in der Pause ein ganzer Zentner weg. Für alle die was vom Kuchen abbekommen ha ben: Ihr dürft die Samen jetzt auf keinen Fall in die Erde stecken. Damit macht Ihr Euch nämlich strafbar.  Nehmt sie lieber zum Vögel futtern oder als ebenso gesunden wie wohlschmeckenden Frühstuckszusatz.

  Unser Siffbuden-Fotowettbewerb hat uns manchen Lachanfall und das Cover unserer neuen CD besehen. Besonders erfreulich war die unerwartet hohe Zahl an weiblichen Einsendungen und der auch dort vorherrschen de allgemeine Verschmutzungsgrad. Hat einige Vorurteile beseitigt. Sieger wurde dann allerdings, wie sollte es bei einer rein männlichen Jury anders sein, doch ein Männerteam mit einer Serie, die sich durch überzeugende Radikalität der Verwüstung bei gleichzeitig auf erstaunenswertem Niveau gehaltenem Grad an Restästhetik  auszeichnet. Hochbegabt! Hinter der Kamera war Süleyman Gülcnoglu in der Wohnung von Joachim Holz,  Mönchengladbach. Wir danken Euch für unser geiles neues Cover Wie versprochen müßt ihr uns jetzt nur noch anrufen, ob wir zum Putzen oder zum Partymachen vorbeikommen sollen. 


Damit ist unsere vierte CD so gut wie fertig. Sie heißt „Ich brauch Personal", 21 Songs sind drauf, von Kon
zerten kennt die eine oder der andere vielleicht schon Scheiß auf deine Ex. Sitzend pinkeln. Übermorgen,  Papst. Streikpostenlied, Der Jesus von Oberpleis, Die Fliege IV oder natürlich den Titelsong. Man kann sie im  Handel kaufen (Capriola im Vertrieb der EFA, schön wär's, wenn ihr Euren CD-Handler so lange nervt, bis er sie tatsächlich da hat) oder bei uns ab sofort bestellen (mit beiliegendem Kartchen). Erscheinungsdatum ist der  17 April, ab dann natürlich auch bei Konzerten Die meisten Radiosender werden mit dieser CD bemustert,  das heißt, man kann sich also zumindest deutschlandweit was davon wünschen

Eine Aktion hat leider nicht soviel gebracht, das war der Aufruf zum Besuch der Veranstaltungen des Meine- Fresse-Clübs. 50.000 rennen zum Pur-Konzert, und zum MFC kommen keine 50. Das hat uns ein bißchen enttäuscht. Daher möchten wir hier nochmal betonen, daß Ihr Euch da bisher Monat für Monat in Massen die  beste anarchistische Veranstaltung, die man in Köln und Umkreis zu sehen bekommen kann, entgehen laßt  Wir zitieren: „...ausgehend von dieser Kritik der bestehenden Kulturverarmung im real existierenden Kapita lismus, der virtuellen Konsumwelt, gilt das Hauptaugenmerk des Showprojekts Meine-Fresse-Club der Erforschung verschütteter Traditionsstrange volkseigener Kultur Menschen, Tiere, Dilettanten. Gestrandete aus  aller Welt, Hunderte bewerben sich Jahr für Jahr und bilden die Legion der Namenlosen für den Sieg der Kultur." So oder so ähnlich erklärt der unsterbliche Walter H. J. Stehling. dem wir, ohne damit auch nur im Geringsten aus Freundschaft übertreiben zu müssen, an dieser Stelle das Prädikat „Privatgenie" verleihen möch ten, sein dem MFC zugrunde liegendes Konzept. Der postfellineske Wahnsinn menschenwürdig vorgetragen, idiotisch! Phantastisch! Schaut euch das bloß an, und wenn's beim ersten Mal scheiße ist (kommt vor), geht  nochmal hin, Nächster MFC am 9. April, 21.30 Uhr, Köln, KultTor 5, Helmholtzstr. 8-32, Tor 5, nächste U- Bahn Leyendeckerstraße, dann fragt Euch durch, oder per Auto die Oskar-Jäger-Str. stadtauswärts fahren und dann weiter sehen. Ist schwer zu finden, aber das hält auch die Konsumdeppen erstmal noch ne Weile fern. 

Die jointventurefreundlichsten Auftrittsorte des Monats März waren in Deutschland Berlin und in der Schweiz  Solothurn. Wir danken all den netten Menschen, die uns dort (aber auch anderswo) mit ihren großzügigen  Gaben on tonr gehalten haben. Es tut gut, festzustellen, daß es noch Leute gibt, die sich so weit in die Psyche eines fahrenden Musikers hineinftihlen können, daß sie ihn mit etwas besserem bewerfen als mit Teddybären und Mädchenunterhosen. Weiter so!

Kleinti & Götz

 
 
 
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